Oktober 2014

Kaufempfehlung – “Breaking the Rules” von Martin Krolop

Martin Krolop Breaking the Rules

Ich gebe zu, ich bin ein großer Fan von Krolop+Gerst und bin daher sicherlich positiv voreingenommen. Klar, dass ich mir da die DVD „Breaking the Rules“ zulegen musste.

Martin spricht mir aus der Seele und trifft in der DVD genau meinen persönlichen Zahn der Zeit – gegen die vorherrschende Schlacht um Material und Richtig und Falsch.

Ich finde es erfrischend, wie Martin mit alten Regeln aufräumt und den Zuschauer ermutigt neue Wege zu bestreiten.

Die DVD beginnt mit einem eher philosophischen Ansatz über Martins Denkweise was richtig und was falsch ist und ob es „Richtig oder Falsch“ überhaupt gibt. Er regt dazu an, eigene Maßstäbe zu erzeugen und sich von Außenstehenden nicht beeinflussen zu lassen – auch wenn man sich natürlich gerne andere Meinungen einholen darf.

Dann geht es auch schon los mit unglaublich vielen „Regelbrüchen“. Das beginnt bei grundsätzlichem, wie, dass man mal genau das Gegenteil von dem macht, was man sonst immer macht. Fotografiert man also immer mit 85mm und 105mm, so kann man auch mal nur mit einem Objektiv, bspw. 35mm, ein Shooting bestreiten. Also der Rat, eigene Gewohnheiten bspw. hinsichtlich der Ausrüstung abzulegen.

Dann gibt es sehr viele ganz praktische Tipps, die man natürlich beliebig erweitern kann. So sehen wir Martin beim Fotografieren mit Stahlwolle, Taschenlampe oder Leuchtstoffröhre. Er blitzt in die Kamera, mit Einbeinstativ „blind“ über dem Model oder mit Projektor.

Es gibt Videos, wo er bewusst wenig Schärfe im Portrait erzeugt und es gibt Videos wo er genau das Gegenteil macht. Auch er stellt sich immer wieder selbst in Frage. Dinge, die man zwischen den Zeilen erfährt und die ihn für mich so sympathisch und gleichzeitig authentisch machen.

Dabei sagt er nie, macht das so oder so, sondern immer, ich mache das so, probiert es doch mal aus.

Neben den etlichen Videos, bei denen man Martin live am Set fotografieren sieht (inkl. Einblendung der „fertigen“ Fotos, die in der Regel nicht bearbeitet sind und „trotzdem“ wahnsinnig schön sind) gibt es am Ende noch ein Kapitel, das sich um Bildbearbeitung dreht – und damit endet, dass es auch völlig ohne geht.

Über die DVD an sich brauche ich nicht viele Worte verlieren, wer Galileo kennt, weiß, dass die DVD’s übersichtlich und sehr bedienerfreundlich gestaltet sind.

Mein Fazit: Klare Kaufempfehlung. Diese DVD ist erfrischend anders, sie ist authentisch und unglaublich kreativ. Man sitzt davor und ist eigentlich auf dem Sprung, weil man all diese Ideen sofort umsetzen möchte. Ich würde mich freuen, wenn diese Denkweise weiter Einzug in der Fotografie hält, dann erleben wir noch etliche Jahre voller Kreativität.

PS: Wie ihr seht habe ich mir noch eine DVD von Alexander Heinrichs gegönnt, eine ausführliche Rezension kommt in den nächsten Tagen :)

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