September 2013

Pferde vor der Kamera

Ich möchte heute erläutern, was in meinen Augen wichtig bei einem Shooting mit Pferden ist.

Bei Pferdeaufnahmen ist mir ein harmonischer Hintergrund sehr wichtig, der nicht vom Hauptmotiv ablenkt, sondern unterstreicht. So wähle ich eine relativ offene Blende, um den Hintergrund verschwimmen zu lassen. Diese offenblendige Arbeit erzeugt viel Ausschuss, mit der digitalen Technik von heute glücklicherweise kein Problem.

Worauf lege ich noch wert bei einem Shooting mit Pferden? Halfter und/oder Zaumzeug sollte sauber und unbeschädigt sein. Wenn es die Gegebenheiten zu lassen, bspw. auf einer eingezäunten Koppel, lasse ich das Halfter weg. Pferd und gegebenenfalls Reiter sollten natürlich ebenfalls sauber und ordentlich daher kommen.

Fotografiert man nur das Pferd an sich, sollte man darauf achten, dass es einen aufmerksamen Blick hat und den Kopf erhaben trägt. Man kann bspw. ein anderes Pferd vorbei führen (Helfer sind wichtig bei einem Pferdeshooting) oder, wenn es das Pferd zu lässt und nicht gleich erschrickt, mit einer Tüte rascheln, es rufen etc. Auf einer Koppel kann der Besitzer das Pferd animieren, etwas herum zu toben. Dabei sollte die Kamera eine möglichst hohe Serienbildgeschwindigkeit haben, damit auch einige Treffer dabei sind.

In der Bewegung, sowohl mit als auch ohne Reiter, ist die Fußabfolge des Pferde zu beachten. Man sollte schauen, dass man immer ein Bein/Beinpaar vorne oben erwischt. Wer sich nicht mit Pferden auskennt, sollte einfach den Besitzer fragen und sich die Bewegung des Pferdes erstmal zeigen lassen.

Tageslicht, Blitzlicht oder Reflektor? Das hängt ganz von der Gelassenheit des Pferdes ab. Gerade Reflektoren oder Softboxen können für Pferde sehr furchteinflößend sein. Ich fange immer erst einmal mit Tageslichtaufnahmen an und beobachte, wie sich das Pferd gibt. Man merkt schnell, ob man mit weiterem Zubehör arbeiten kann oder nicht.

Wer das erste Mal Pferde fotografiert, sollte sich erstmal mit dem Besitzer an die Koppel stellen und die Tiere beobachten, um so ein Gefühl für sie zu bekommen. Und selbst grasende Pferde lassen sich mit etwas Kreativität schön in Szene setzen.

Wichtig, wie bei allen Aufnahmen mit Tieren, man muss viel Zeit, Ruhe und Geduld mit bringen. Pferde sind keine Modelle, die man hinstellt und dann bleiben sie für 30min stehen (wobei ich das auch menschlichen Modellen nicht zumuten möchte :) ). Innere Anspannung/Unruhe überträgt sich sofort auf das Tier. Also plant ruhig etwas mehr Zeit ein, lernt euch erstmal in Ruhe kennen und versucht die Bilder so nebenbei zu machen :)

 

Pferd   Pferd und Reiterin   Pferd und Reiterin

conde1   conde3   DSC_1396-Wiederhergestellt2   extracta

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>